Es ist vollbracht: heute in der Sonntags-Ausgaben lesen wir, dass die Nazis ihre Demo-Route auf einer kurzen Strecke antreten konnten, dann mussten sie wieder umkehren. Dass die Blockaden gegen die Neonazis so erfolgreich waren und effektiv bestehen bleiben konnten, ist vor allem der guten Koordination in einem breiten gesamtgesellschaftlichen Bündnis zu verdanken. Alle Blockadepunkte waren mit der Infrastruktur des Bündnisses “1 Mai – Nazifrei” verbunden und konnten so regelmäßig über den aktuellen Stand informieren.
Warum eine Zusammenarbeit und ein koordinierende Vorgehen bei Blockaden immer öfters zum Erfolg führt? Vielleicht kennt der eine oder die andere die vielen Aktivitäten gegen Neonazis, bei denen viele kleine Gruppen von Menschen immer von einem Routenpunkt zum nächsten Laufen, feststellen, dass die Polizei schon da ist und wieder zu einem anderen Punkt laufen, ohne aber sich auf einen Punkt auf der Strecke zu konzentrieren, dort auszuharren und darauf zu vertrauen, dass andere potentielle Routen-Punkte von MitstreiterInnen besetzt werden. Aber nur das langfristige Besetzen von Nazi-Routen ist erfolgsversprechend! Auch wenn es oft langweilig wird auf einer Blockade, weil man außer Verweilen nichts tut, so ist es dennoch das effektivste Mittel. Nur so ist die Summe mehr als ihre Teilchen, weil sich aus diesem koordinieren Vorgehen eine Kraft entwickelt, die durch die Polizeieinsatzleitung nur schwer zu brechen ist. Denn: ein Ausweichen auf eine Alternativroute ist oft nicht möglich, weil auch die Ausweichstrecken schon besetzt sind, eine Räumung einer Blockade ist schwierig und enorm zeitaufwendig, wenn sich die Leute dort entschlossen haben, zu bleiben und die Info-Struktur eines Bündnisses immer mehr Menschen nachschicken kann an Punkte, die geräumt werden sollen.
Der 1. Mai und die Proteste gegen die Nazis waren ein klassischer Ausdruck von “Gemeinsam sind wir stark”, denn alleine und ohne Koordination aller beteiligten Akteur/innen gemeinsam, wäre ein Aufhalten der Neonazis nicht möglich gewesen.
Ein großes Lob also an das Bündnis und alle beteiligten Menschen, die sich den Neonazis entgegenstellten, die Infrastruktur stellten usw.

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