Plakatier-Aktion und erfolgreiche Proteste/friedliche Blockaden gegen die Neonazi-Demonstration
20 freiwillige Helfer/innen folgten dem Aufruf der Netzwerkstelle [moskito] und der Initiative „Wir sind Pankow: tolerant und weltoffen” und verzierten Freitag Nachmittag die geplante Aufmarschroute der Neonazis in der Bornholmer Straße, Schönhauser Allee und Wichertstraße mit „Berlin gegen Nazis”-Plakaten. Trotz mehreren Polizeikontrollen konnte die Aktion durchgeführt werden. Neben rechtsextremen Anfeindungen gab es auch zahlreichen positiven Zuspruch und Unterstützung von Passant/innen und Anwohner/innen.
Dagegen konnte die für Samstag ab 9 Uhr im Interkulturellen Haus in der Schönfließer Straße angekündigte Informationsveranstaltung gegen den Aufmarsch nicht wie geplant stattfinden. Den Organisatorinnen des Interkulturellen Hauses und der Netzwerkstelle [moskito] wurden Qualifizierte Platzverweise durch die Polizei für den weiträumig abgesperrten Bereich rund um die Demonstrationsroute der Neonazis ausgestellt. Glücklicherweise konnte abgewehrt werden, dass die bereits angekommenen ca. 15 Gäste ihre Personalien angeben und ebenfalls mit einem Qualifizierten Platzverweis belegt wurden. Hier wurden von der Polizei massiv zivilgesellschaftliches Engagement gegen rechts eingeschränkt bzw. versucht zu verhindern.
Die Netzwerkstelle [moskito] und die Initiative „Wir sind Pankow: tolerant und weltoffen” richteten darauf kurzerhand einen Info-Punkt auf der Gegenkundgebung außerhalb des Sperrgebiet auf der Schönhauser Allee in der Nähe des S-Bahnhofes ein. Neben Informationen über die Einwicklungen der zahlreichen Gegendemonstrationen und Blockaden gab es Brötchen und Getränke für die zahlreichen engagierten Bürger/innen. Wie alle Blockadepunkte waren wir mit der Infrastruktur des Bündnisses “1 Mai – Nazifrei” verbunden. Dass die Blockaden ein voller Erfolg wurden, ist vor allem der guten Koordination dieses breiten gesamtgesellschaftlichen Bündnis zu verdanken.
Gegen 17 Uhr war klar: Der Aufmarsch der Neonazis musste (nach nicht mal einem Kilometer Wegstrecke) abgebrochen und sie zum S-Bahnhof Bornholmer Straße zurückgeführt werden.
Weitere Informationen bei:
[moskito] – Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
Fei Kaldrack, Berit Schröder, Fon: 030.443 83 459
E-Mail: moskito@pfefferwerk.de

Danke für die Unterstützung an unserem Stand! War eine Riesenbereicherung und hat Spaß gemacht.