Großer Andrang beim Besuch der Khadija-Moschee in Heinersdorf, aber Islamfeindlichkeit ist im Bezirk Pankow noch nicht gebannt.

Der Einladung der Initiative “Wir sind Pankow – tolerant und weltoffen” folgten gestern Nachmittag über 90 Pankowerinnen und Pankower. Nach einleitenden Worten durch die Initiative übernahm Abdullah Uwe Wagishauser, Vorsitzender der Ahmadiyya-Gemeinde, das Wort und stellte die religiösen Hintergründe der Gemeinde wie auch die Gebetsräume in der Moschee in Heinersdorf vor. Es folgte eine belebte und neugierige Diskussion über die Moschee und den islamischen Glauben.
Im Anschluss an die Veranstaltung kamen rund 15 Jugendliche auf das Gelände, die zum Teil der Neonazi-Szene Pankows zuzuordnen waren, und sprachen sich klar gegen die Moschee und die Aktivitäten der Gemeinde aus.
Vertretende der Initiative “Wir sind Pankow – tolerant und weltoffen”, zeigten sich positiv überrascht über die große Resonanz der Veranstaltung,in Bezug auf Islamfeindlichkeit gibt es aber keine Entwarnung:
“Die belebte und neugierige Debatte in der Moschee war ein spannendes Erlebnis und zeigt, dass das öffentliche Interesse gegenüber der Moschee geweckt ist. Ein abendlicher Besuch einer Gruppe von Pankower Neonazis im Anschluss an die Veranstaltung macht aber deutlich, dass Islamfeindlichkeit auch in Pankow längst noch nicht vom Tisch ist. Deshalb organisiert die Initiative “Wir sind Pankow – tolerant und weltoffen” eine Exkursionsreihe zu “religiösen Orten in Pankow” sowie eine Veranstaltungsreihe zum Thema “Islamfeindlichkeit”. Der in den letzten Jahren stark angestiegenen Ausgrenzung von muslimischen Menschen wollen wir so entgegentreten.” So Berit Schröder von der Ini.
Die Initiative “Wir sind Pankow: tolerant und weltoffen” wirbt seit Sommer 2007 um lokales Engagement für Weltoffenheit, Toleranz, Pluralität und demokratisches Miteinander in Pankow. Der Pankower Bürgermeister Matthias Köhne ist Schirmherr der Initiative, die “Netzwerkstelle [moskito] gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt” (Träger: Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH) hat die Koordinierung übernommen. Unterstützt von vielen Pankower Persönlichkeiten (u.a. Dr. Herrmann Simon und Sarah Kuttner) und Bürger/innen arbeitet die Initiative für ein starkes demokratisches Klima.

4 comments to Großer Andrang beim Besuch der Khadija-Moschee in Heinersdorf, aber Islamfeindlichkeit ist im Bezirk Pankow noch nicht gebannt.

  • Peter Larry

    Was sind 90 Menschen im Gegensatz zu 7000 Demonstranten gegen diese Moschee.
    Das ständige mit dem rechten Finger aufhetzen,
    ist in dieser Form schon wieder lustig.
    Mit solchen Beiträgen kann man diese Seiten leider nicht Ernst nehmen.
    Bitte seriöse Berichterstattung !

  • Aquidistanz

    Die hier, wie in staatlichen Polizeimeldungen euphemistisch als “Jugendliche” bezeichneten Neonazis gehören dem aktionsorientierten Spektrum der Berliner Szene an. Ihr Besuch der Moschee, sowie verschiedene Transparente und ein Bürgerbrief, sind mittlerweile auf der Seite der Pankower NPD und der des Berliner Nationalen Widerstands erschienen.
    Die 1. NPD/JN-Aktion gegen die Moschee seit ihrem Informatiosntag im Mai 2009!
    Trotzdem wird auf diesem Anti-Aufklärerischen Blog auschließlich von “Islamfeindlichkeit” gesprochen. Liebe Autor_innen, lest euch den als PDF-Download verfügbaren aktuellen Bürgerbiref der NPD zu ihrer Aktion durch. Dort wird der Islam nicht mal erwähnt, sondern es wird sich in klassich neonazistischer Manier über die Demokratie und die Ungerechtigkeit am “deutschen Volk” beklagt. Wer aber in erster Linie seine vorgefertigten Halluzinationen von einer omnipräsenten Islamfeindlichkeit mit Inhalten füllen möchte dem ist auch egal ob, nun die CDU oder die NPD das Gegenüber ist. Diese mangelhafte Differenzierungsfähigkeit ist zum kotzen und wird dann zu einem riesigen Problem, wenn alle Menschen die den Islam kritisieren einfach nur noch rassistische Islam-Kritiker_innen sind und deswegen zu den Feinden erklärt werden. Letzendlich ist dann das erreicht, was viele Islam-Krtiker_innen seit einiger Zeit feststellen. Eine Kritik ist unerwünscht und wird sanktioniert; ob als beschreibung “islamfeindlich”, “rassistisch” oder aber sogar mit Drohungen gegen die körperliche Unversertheit.

  • Larry Peter

    @Peter Larry:
    7000 Demonstranten gegen die Moschee? Auf welcher Demo warst du denn? Auf dem Höhepunkt der Mobilisierung waren es etwas mehr als 1000 Moscheegegner. Auf der letzten Kundgebung vielleicht noch 300.

    Und wo siehst du hier einen “rechten Finger”?

    Ganz im Gegenteil. Die Bedrohungssituation durch die NPD-Kader, die mit Flugblättern ihr Kommen ankündigten, und hier etwas verharmlosend als “zum Teil der Neonazi-Szene Pankows zuzuordnen” dargestellt wird, ist der Verfasserin nur einen Nebensatz wert.

  • Icke

    Hm, ich vermisse, dass Larry Peter und Aquidistanz schreiben, was sie besser machen …

    Anderer Menschen Tun oder Lassen in meine vorgefertigten Denkmuster einzuordnen – hm, Normalität -, und ich denke, es wird Zeit, wertfrei wahrnehmen zu lernen …

    Ich weiß, ich leb länger als seit einem halben Jahrhundert, zuerst in Deutschland, dann in der DDR, nun schon wieder seit 20 Jahren in Deutschland -, wir werden schon bei der Geburt eingeordnet und ich weiß, dass wir davon wegkommen müssen.

    Ein anstrengender Lernprozess, der aber viel bewirkt …
    Alle Menschen sind als friedliebende Säuglinge in die Welt geworfen worden, alle, weltweit …

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