Fasten Brechen in der Ahmadiyya-Gemeinde in Heinersdorf

Fasten ist eine Zeit des Gottes-Dienstes und heißt im Islam: „Machen Sie was schönes für ihre Mitmenschen“, so der Imam Tariq in der Khadija-Moschee in Heinersdorf. Die Ahmadiyya-Gemeinde hatte am Abend des 10. Septembers zum gemeinsamen Fastenbrechen geladen.

Zunächst erläuterte der Imam allen anwesenden Nicht-Muslimem, welche Ideen hinter dem Fasten im islamischen Glauben stehen.

Wesentliches Ziel ist es, die Seele zu reinigen. Fasten, das soll nicht heißen einfach zu hungern, sondern gegen moralische, geistige oder körperliche Krankheiten schützen.

„Während des Jahres haben wir kaum Zeit spirituelles zu Denken, elf Monate im Jahr können wir tun was wir wollen, aber im Fastenmonat wird sich der Religion mehr gewidmet. Was man in diesen elf Monaten nicht schafft, kann man nachholen in der Fastenzeit“, erläutert der Imam.

Der Schmerz des Hungers bringt die fastenden Menschen den Bedürftigen näher, Mitgefühl kann besser gepflegt werden.

Es die Fastenzeit auch die Zeit, „in der ich bereit bin meinem Bruder zu helfen. Bei meinem Nachbarn zu klopfen und Hilfe anzubieten, Menschen mit Behinderungen Hilfe zu kommen lassen, dort mal abzuwaschen, Geld zu spenden“, so Imam Tariq.

Am Donnerstag Abend ging es aber nicht nur um das Fasten im Islam, sondern sollte auch ein Link zu anderen Religionen hergestellt werden. Aus diesem Grunde hatte die Gemeinde einen Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Berlin geladen.

Imam Tariq: „Das Fasten bringt mich den Anhängern anderer Religionen näher, den Juden, den Christen zum Beispiel.“

Denn auch die anderen Religionen haben Fasten als Bestandteil ihrer religiösen Zeremonien.

 

Das Fest des Fastenbrechens ist eines der beiden Hauptfeste im Islam. Es wird von allen islamischen Traditionen begangen.

Das Fest drückt die Freude darüber aus, die Entbehrungen der 30-tägigen Fastenzeit des Ramadan erfolgreich auf sich genommen zu haben. In den Familien werden Feierlichkeiten ausgerichtet, zu denen natürlich auch ein Festessen gehört, dass für das anstrengende Fasten “entschädigt”. Es finden gegenseitige Besuche statt, ebenso wird aber auch der Verstorbenen gedacht. Als Zeichen der Verbundenheit werden auch entfernt lebende Verwandte, z. B. in den Herkunftsfamilien, angerufen oder mit einer Grußkarte bedacht und es werden gegenseitig Geschenke ausgetauscht. All das macht das Fest des Fastenbrechens zu einem ausgesprochenen Freudenfest.

In der Fastenzeit kann sich intensiv mit dem Glauben auseinandergesetzt und eine der fünf religiösen Pflichten – das Fasten – erfüllt werden. (Neben dem Fasten wird auf Trinken, Duschen, Salben und Sex verzichtet.)

 

In gleicher Weise bieten immer mehr Moscheen die Gelegenheit, während der 30-tägigen Fastenzeit das abendliche Fastenbrechen gemeinsam zu begehen. Zu diesem Iftar-Essen werden oft auch Nicht-Muslime eingeladen.
 

Die Bezeichnung “Zuckerfest”, die für das Fest des Fastenbrechens auch Verwendung findet, stammt aus dem Türkischen (Seker Bayrami). Hier drückt sich aus, dass in den drei Festtagen viele Süßspeisen verzehrt werden.

Fasten im Islam und im jüdischen Glauben

Fasten im Islam und im jüdischen Glauben

1 comment to Fasten Brechen in der Ahmadiyya-Gemeinde in Heinersdorf

  • Muhammad

    kleine Korrektur: “Neben dem Fasten wird auf Trinken, Duschen, Salben und Sex verzichtet.”
    Auf Duschen und Salben wird nicht verzichtet, im Gegenteil, Reinheit ist besonders wichtig.
    Auf Trinken, Essen und Geschlechtsverkehr verzichtet man von Beginn der Dämmerung in der Früh bis Sonnenuntergang.

    Ramadan Mubarak = gesegneter Ramadan an alle Leser

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