8. November: Heteronormalisierung in der islamischen Welt? 19.30 im Sonntagsclub

Islamische Staaten geraten durch die Verfolgung „Homosexueller“ immer wieder in den Blickpunkt, und wenn sich hierzulande deklassierte Halbstarke aggressiv gegenüber Schwulen zeigen, fragt man reflexartig nach ihrem „kulturellen Hintergrund“. Dabei ist die klassische arabische Liebeslyrik voll von gleichgeschlechtlichen Motiven, die man in der Literatur des „aufgeklärten“ Abendlands vergeblich sucht.
Angesichts dieses Widerspruchs zeichnet Georg Klauda die Konzepte mann-männlicher Liebe in christlichen und muslimischen Gesellschaften vergleichend nach. Er zeigt den historischen Anteil des Westens an der Formierung antihomosexueller Diskurse in der islamischen Welt.

Mit: Georg Klauda (*1974), studierte Soziologie und ist Autor des 2008 erschienenen Buches “Die Vertreibung aus dem Serail”.

Eine Veranstaltung der Ini “Wir sind Pankow”  am 8. November 2009, 19.30, Sonntagsclub (Greifenhagener Straße 28)

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